atb #71 | Verstrickungen / Entanglements

Ausstellung: 29. September – 11. November 2018

Michaela Meise
Tomás Saraceno
Forensic Architecture & Die Gesellschaft der Freund*innen von Halit & Initiative 6. April

Eröffnung: Freitag, 28. September 2018, 19 Uhr

Diskussionsveranstaltung: Donnerstag, 4. Oktober 2018, 19 Uhr
Von Auftraggeber*innen und Rechercheur*innen: Kunst vs. rechten Terror
Mit Ayşe Güleç (Die Gesellschaft der Freund*innen von Halit, Kassel), Fritz Lazlo Weber (Künstler, Kassel) und Dieter Lesage (Philosoph, Royal Institute for Theatre, Cinema and Sound, Brüssel), moderiert von Nora Sternfeld (documenta-Professorin, Kunsthochschule Kassel).

after the butcher
Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst und soziale Fragen
Spittastr. 25, 10317 Berlin, www.after-the-butcher.de
Geöffnet nach Vereinbarung: ina@after-the-butcher.de
Am Eröffnungswochenende zu Berlin Art Week ist:
Samstag 29.9, Sonntag 30.9 von 12-18 Uhr geöffnet

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Ein Projekt des Neuen Berliner Kunstvereins in Kooperation mit Arsenal – Institut für Film und Videokunst sowie after the butcher, gefördert vom Hauptstadtkulturfonds.

Das Ausstellungsprojekt A 37 90 89 – Die Erfindung der Neo-Avantgarde im Neuen Berliner Kunstverein widmet sich anhand des 1969 in Antwerpen gegründeten Projektraums A 37 90 89 der Genese von institutionskritischen Praktiken im Kunstfeld seit den 1960er Jahren. A 37 90 89 prägte maßgeblich die Entwicklung von Projekträumen weltweit, er beeinflusste auf exemplarische Weise nachfolgende Modelle alternativer Kunstorte, Produzent*innengalerien und partizipativer Initiativen. Die in Antwerpen beteiligten Künstler*innen und Vermittler*innen zählen heute zu den herausragenden Vertreter*innen der Neo-Avantgarde. Sie begleiteten die radikalen Veränderungen in Präsentations- und Rezeptionsweisen zeitgenössischer Kunst, die aus der politischen und künstlerischen Umbruchsituation der 1960er und 1970er Jahre resultierten und brachten diese im Projektraum A 37 90 89 sinnbildlich zum Ausdruck. A 37 90 89 –Die Erfindung der Neo-Avantgarde macht mittels der Präsentation von Kunstwerken und vielfältigem Archivmaterial komplexe historische Zusammenhänge sowie künstlerische und gesellschaftspolitische Kontexte lebendig und erfahrbar.

Das 50-jährige Gründungsjubiläum des Neuen Berliner Kunstvereins sowie des Projektraums A 37 90 89 in Antwerpen zum Anlass nehmend, wird durch die Darstellung und Aufarbeitungdes historischen Projektraums A 37 90 89 die Zeit der gesellschaftlichen Umbrüche um 1968/1969 rekonstruiert und für unsere Zeit, 50 Jahre später, produktiv gemacht. Zugleich wird der Neue Berliner Kunstverein zu den Aktivitäten in Antwerpen in Beziehung gesetzt: Der historisch gewachsene n.b.k. mit seinem Ausstellungsprogramm, seiner Videosammlung und seiner Artothek spiegelt nicht nur die Geschichte der Neo-Avantgarde in Berlin wider, sondern gestaltet sie bis in die unmittelbare Gegenwart hinein. Den Ansätzen des Projektraums A 37 90 89 folgend, findet darüber hinaus eine Kooperation mit dem Projektraum after the butcher statt. Berlins vielfältige Kunstlandschaft wird hierbei als komplementäre Einheit von freier Szene und Institutionen beschrieben. Das Ausstellungsprojekt wird ferner von einem Filmprogramm in Kooperation mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst sowie Diskussionsveranstaltungen begleitet.

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