STOP THE CONSPIRACY AGAINST ART AND NATURE
Eröffnung: 17. April, 2026, ab 19 Uhr
21:30 Uhr: Musik von Martin Ebner

Ausstellung: 18. April 2026 – 31. Mai 2026
Finissage: 31. Mai, 2026, von 15-18 Uhr
18-20 Uhr Listening Session: Frauke Boggasch spielt Stücke aus ihrer Sammlung japanischer Noise-Musik.
Geöffnet nach Vereinbarung: 0178 3298106 oder mailto@after-the-butcher.de
Die seit langem befreundeten Künstlerinnen Elke Marhöfer und Heidrun Holzfeind erforschen das transformative Potential sozialer und ökologischer Realitäten – sei es durch nichtmenschliche Akteure wie Tiere, Pflanzen und Objekte oder durch Menschen und ihre urbanen und architektonischen Umgebungen.
Die neueste Werkgruppe von Elke Marhöfer entsteht aus der Auseinandersetzung mit animistischer Töpferei. from 7pm to 4am versammelt eine Reihe nachtaktiver Protagonist*innen – Figuren, die sich zu diesen Stunden in ihrem Garten aufhalten und eine Schwelle zwischen Beobachtung und Imagination markieren. witch marks beschäftigt sich mit apotropäischen Zeichen, die historisch eingesetzt wurden, um Unglück abzuwenden. Dazu zählen unter anderem Augenmotive, die als Schutzzeichen fungieren und zugleich eine symbolische sowie materielle Kontinuität zu vernakulären Traditionen evozieren.
Objekte können eine funktionale Nutzung besitzen und dennoch als zeitgenössische Kunst existieren – etwa eine Tasse oder eine Schale. Gebrauchswert steht ihrem Status als Kunst nicht entgegen; vielmehr lassen sich solche Objekte als experimentelle Artikulationen des Virtuellen oder der Aisthesis in Bezug auf die eigene Lebenswelt verstehen. Diese Dimensionen schließen einander nicht aus. Dennoch hat die westliche Moderne historisch eine ontologische Trennung etabliert und hält an der Unterscheidung zwischen bildender und angewandter Kunst fest.
the time is now. (2019) ist eine zwei Filme umfassende Videoarbeit von Heidrun Holzfeind mitdem schamanischen Improvisationsduo IRO (Shizuko und Toshio Orimo). Die Musik der japanischen Experimentalmusiker*innen, ihr Aktivismus in der Friedens- und Anti-Nuklearbewegung sowie ihr freigeistiger Lebensstil sind Ausdruck einer animistischen und pantheistischen Weltanschauung, die sich vehement jeglicher Kommerzialisierung widersetzt. Holzfeind verknüpft ihre Musik und ihr Weltbild mit den gebauten Ideen des Inter-Universitären Seminarhauses von Takamasa Yosizaka, das 1965 in Hachioji, Tokio, errichtet wurde.
Heidrun Holzfeind beschäftigt sich in ihren Filmen, Fotos und Skulpturen seit vielen Jahren mit alternativen Lebenskonzepten abseits der Konsumgesellschaft, Strategien des Widerstands und Möglichkeiten für einen gesellschaftlichen Wandel im Bereich des Alltagslebens.
Save the date: Ikebana workshop mit Natalie Noti, 09. Mai. 2026, 14:30-17 Uhr
Anmeldung unter hello@flowersandmoods.com / insta: @flowersandmoods; Mehr Info folgt zeitnah.
http://www.heidrunholzfeind.com
https://elkemarhoefer.xyz/
Die Ausstellung wird organisiert von: Katarina Šević und Gergely László